Nach einem Roman von Grimmelshausen (1670)
Es spielt: Jutta Seifert
Regie: Hans-Peter Krüger
„Ihr
werdet euch über mich verwundern“, prophezeit die Courasche
ihrem Publikum, das Zeuge der ersten Heldin deutschsprachiger Literatur
wird.
Als Dreizehnjährige wird sie zum Schutz vor Vergewaltigung in Männerkleider gesteckt. Sie dient einem Rittmeister als Page,wird jedoch bei einer Rauferei als Mädchen enttarnt.
Sie kommt als Edelhure zu Wohlstand, verschafft sich in den Schlachten reiche Beute, wird kühl berechnende Marketenderin, verliert ihr ganzes Geld.
Sie schlägt sich listig, souverän und skrupellos durch die
Wirren des Dreißigjährigen Krieges, sie lockt und feixt, samtweich und messerscharf,
denn: Beute machen, ob Mann oder Mittel, das ist ihre Kunst - aber sie
bereut nichts!
Ein Leben voll Liebe, Kampf und der Gier nach Dukaten.
Die „Ursach dieses Traktätleins“ ist die Rache an Simplicius Simplicissimus, der sie in seiner Lebensbeschreibung verspottete - und sie gibt es ihm zurück: faustdick und ungeniert.
Trutz Simplex! - so der eigentliche Titel dieser „Generalbeichte“ - vermittelt uns das Bild einer erstaunlich modernen Frau. Benachteiligung und Ungerechtigkeit bekämpft sie mit Bauernschläue, Mut und Draufgängertum. Sie schwebte in höchster Gefahr und führte trotzdem ein lustbetontes, weitgehend selbst bestimmtes Leben.
Jutta Seifert lässt dieses „außergewöhnliche Weibsstück“ aus dem Roman von Grimmelshausen wieder lebendig werden.
Sie gastierte mit der Courasche bereits in Los Angeles und Budapest.
siehe auch Hintergrund-Infos zu Johann Jakob Christoffel von Grimmelshausen
„Ein
hinreißender, kurzweiliger Abend, der einen wunderbaren Einblick
in die Welt des Dreißigjährigen Krieges, aber auch in die altertümlich-barocke
Sprache von Grimmelshausen gibt.“ (WAZ)
„Seifert spielt vortrefflich das liederliche Weib, das die Männer
um den Finger wickelt, das getrieben ist von fleischlichen Gelüsten
und der Gier nach Dukaten. Eine vorzügliche Darbietung.“
(Auricher
Nachrichten)
„Dem Publikum machte sie Lust auf Grimmelshausen und seine Heldin und zeigte eindrucksvoll, da ein Mensch allein problemlos seine Zuhörer fesseln kann.“ (Norden Kurier)
Grandiose Darbietung. Mal welterfahren, mal ausgelassen, mal zynisch und von ihren Erinnerungen mtgerissen. Man kann sich ihr nicht entziehen.“ (AZ Coesfeld)
„Courasche ließ den Schalk blitzen. Seifert schlüpfte gekonnt und überzeugend in verschiedene Rollen, begeisterte mit einer gehörigen Portion Wortwitz, die das Theater-Solo zu einem unvergesslichen Abend werden ließ.“ (Rheinzeitung)
Was Jutta Seifert aus diesem Schelmenstück machte, war schon beeindruckend. Der Sprachstil ist geprägt von überbordender Schwulstigkeit und damit recht anspruchsvoll. Bei Jutta Seifert wurde daraus ein ausdrucksstark gespielter Monolog. Sie entkleidete behutsam die Sprache, legte viel Wert auf die Darstellung und verkörperte gekonnt die vielen Rollen der Courasche. Mit überzeugendem Minespiel, ihrem sprecherischen Talent und ihrem schauspielerischen Können zog sie das Publikum schnell in die Geschichte hinein." (Iserlohner Kreisanzeiger)
"Seiferts Courasche bleibt eine Frau, vor der man Respekt hat." (Badische Zeitung)
Eine Produktion von theater jutta seifert
Gefördert vom Kulturbüro der Stadt Bielefeld
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Jutta Seifert Schauspielerin - Sprecherin - Theaterpädagogin
Dortmund 0231/882 30 61,
info@jutta-seifert.de
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